Warum eine Doppelschere?
Eine Doppelschere verlängert den vertikalen Arbeitsweg der Plattform. Während viele Einfachscheren in der Nähe klassischer Werkbankhöhe enden, erreichen unsere Doppelscheren zwischen 1.300 und 2.000 mm.
Das ermöglicht Übergaben an höhere Maschinen, Montagepunkte oder Regale. Gerade wenn ein mobiler Wagen hohe Positionen erreichen muss, ist die Bauart interessant.
Die zusätzliche Mechanik erhöht jedoch Gewicht, Bauhöhe und meist auch Preis. Wer nur 800 oder 900 mm benötigt, profitiert nicht automatisch von einer Doppelschere.
Tragkraft und Hubhöhe gemeinsam betrachten
Unsere Auswahl beginnt bei 300 beziehungsweise 350 kg und reicht bis 1.000 kg. Die höchste Hubhöhe liefert das fetra-Schwerlastmodell mit 2.000 mm.
Eine größere Tragkraft bedeutet nicht zwangsläufig eine proportional größere Hubhöhe. Beide Werte hängen von der Konstruktion ab und sollten getrennt betrachtet werden.
Für die Kaufentscheidung muss deshalb zuerst klar sein, wie schwer die Last ist und auf welche Höhe sie tatsächlich gebracht werden muss.
Der Preis für große Höhe: minimale Plattformhöhe
Doppelscheren bauen höher. Das fetra 6836 startet beispielsweise bei 435 mm, das eurokraft-500-kg-Modell bei 510 mm und das fetra-1.000-kg-Modell bei 520 mm.
Wenn eine Last sehr niedrig aufgenommen werden muss, kann diese Bauhöhe zum Ausschlusskriterium werden. Ein hoher Maximalwert nützt nichts, wenn die Plattform nicht unter das Werkstück passt.
Deshalb müssen bei Doppelscheren immer Minimal- und Maximalhöhe gemeinsam geprüft werden.
Eigengewicht und Beweglichkeit
Mehr Scherenmechanik und größere Rahmen erhöhen das Eigengewicht. Unsere Modelle reichen von 98 kg beim VEVOR TFD35 bis 242 kg beim großen fetra-Schwerlastwagen.
Auf glatten Industrieböden kann das akzeptabel sein, in kleinen Werkstätten verändert es die Handhabung deutlich.
Wer einen Doppelscherenwagen oft verfahren muss, sollte deshalb nicht nur Hubhöhe und Tragkraft, sondern auch Rangierwege und Rollen berücksichtigen.
300, 500 oder 1.000 kg?
Für leichtere Baugruppen und hohe Übergabepunkte reichen 300 bis 350 kg oft aus. Der Ameise LTT 0.35 und VEVOR TFD35 decken diesen Bereich ab.
500 kg sind der breitere Industrie-Allroundbereich. Der eurokraft pro verbindet diese Tragkraft mit 1.800 mm Höhe und großer Plattform.
1.000 kg gehören in echte Schwerlastprozesse. Das fetra-Modell ist leistungsfähig, aber mit 242 kg Eigengewicht und großer Plattform klar auf schwere Anwendungen ausgerichtet.
Doppelschere hydraulisch oder elektrisch?
Die hier verglichenen Kernmodelle arbeiten hydraulisch, doch Doppelscheren sind auch elektrohydraulisch erhältlich. Entscheidend ist wieder die Hubfrequenz.
Bei gelegentlichem Positionieren ist manuelle Hydraulik technisch einfach und wirtschaftlich. Bei vielen Hubzyklen kann ein elektrischer Antrieb den Bedienaufwand deutlich reduzieren.
Die Scherenart beantwortet also die Höhenfrage, der Antrieb die Bedienfrage. Beides sollte nicht miteinander verwechselt werden.
Typische Einsatzbereiche
Doppelscheren eignen sich für Montageplätze, Maschinenbestückung, Übergabepunkte über normaler Tischhöhe und Prozesse, in denen Werkstücke vertikal über einen großen Bereich positioniert werden müssen.
Sie können auch als mobile Arbeitstische dienen, wenn unterschiedliche Höhen angefahren werden. Dabei sollte die Stabilität der Last auf der Plattform immer mitgedacht werden.
Für reine Transportaufgaben ohne großen Höhenbedarf ist die Bauart meist unnötig schwer und teuer.




